Auch ein Fahrradhelm braucht Pflege, denn er ist nicht nur die günstigste Versicherung gegen Kopfverletzungen sondern ist mitunter über Stunden in Kontakt mit deiner Haut an Kopf und Gesicht sowie deinen Haaren.  Deshalb ist in Sachen Helmpflege nicht nur eine möglichst lange Lebensdauer deines Helms ein Ziel sondern auch die Hygiene. In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen neuen Fahrradhelm möglichst lange in einem optimalen Zustand erhältst.

Kleine Materialkunde Fahrradhelm

Um deinen Fahrradhelm richtig zu Pflegen, musst du wissen, aus welchem Material dein Helm besteht. Nur so kannst du vermeiden, durch die Anwendung ungeeigneter Pflegemittel deinen Helm zu beschädigen und dadurch seine Schutzwirkung zu verringern.

Fast alle Fahrradhelme bestehen heutzutage aus expandiertem Polystyrol (EPS) – eine Art Styropor, welches dafür sorgt, dass der Helm bei einem Unfall die Aufprallenergie aufnehmen und abfedern kann. EPS ist ein Kunststoff aus polymerisierten Kohlenwasserstoffen. Über der Innenschale aus EPS befindet sich eine harte und kratzfeste Schale aus Polycarbonat. Ebenfalls ein Kunststoff auf Kohlenwasserstoffbasis. Diese Schicht verhindert Beschädigungen an der stoßempfindlichen Innenschale. Zudem sorgt sie bei einem Unfall für zusätzlichen strukturellen Zusammenhalt des Helms, damit dieser nicht in verschiedene Teile zerbricht, die wild hin und her fliegen.

Im Inneren des Helms sorgen Schaumstoff-Polster für Tragekomfort; sie polstern die Kontaktpunkte des Kopfes mit der starren Helmschale. Zusätzlich saugen die Polster Schweiß auf und sollen verhindern, dass dieser in Gesicht und Augen rinnt.

Schließlich bestehen Fahrradhelme noch aus einem Befestigungssystem, welches den Helm mittels Gurten am Kopf fixieren sowie einem Einstellsystem mit Drehrad, welches einen sicheren Halt des Helms gewährleisten soll. Dieses Einstellsystem besteht ebenfalls aus Kunststoff.

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So reinigst du deinen Fahrradhelm

Alles wird irgendwann einmal dreckig und bedarf der Reinigung, so auch dein Fahrradhelm. Sei es durch Feinstaub in der Luft, der sich auf dem Helmschale festsetzt oder durch aufspritzenden Schlamm und Dreckwasser bei deiner Fahrt durch Matsch und Regen oder durch tote Insekten bei deiner letzten Abfahrt mit dem Rennrad. Die gute Nachricht: das alles kann der Sicherheit deines Helms nichts anhaben. Nur schön sieht die Helmschale nach solchen Abenteuern nicht mehr aus. Entsprechend wird es Zeit für die Reinigung.

Hier ist allerdings Vorsicht angebracht! Denn nicht jeder Reiniger ist für die Kunststoffe aus denen dein Fahrradhelm besteht geeignet. Finger weg von aggressiven Reinigern wie Benzin, Aceton oder Chlor sowie von öligen Substanzen. Viele davon zerstören die chemischen Verbindungen des Polystyrols, machen es damit porös oder lösen es sogar bei Kontakt auf.

Richtig machst du es, wenn du für die Reinigung deines Fahrradhelms haushaltsübliches Spülmittel und lauwarmes (nicht heißes!) Wasser verwendest. Nimm einen Lappen um Schmutz zu entfernen, damit kommst du auch in kleine Zwischenräume. Auf der Oberschale kannst du ohne Probleme etwas fester reiben. Aufpassen musst du mit der Reibung bei der Innenschale. Reibst du zu fest, kann es passieren, dass du das EPS komprimierst und dadurch die Schutzwirkung  an dieser Stelle verringerst.

Die Gurte kannst du auch einfach mit dem Lappen und dem Spülmittel-Wasser reinigen. In den Gurten sammelt sich mitunter auch Schweiß und Schmutz und entsprechend aggressives Salz, welches auf deiner Haut zu Irritationen führt.

Nachdem du den kompletten Helm so bearbeitet hast, kannst du ihn einfach unter fließendem Wasser abspülen. Das macht deinem Fahrradhelm nichts aus. Zum Trocknen leg den Helm einfach in die Geschirrablage. Auf keinen Fall solltest du den Helm auf die Heizung oder in die pralle Sonne legen. UV-Strahlung und übermäßige Hitze können schrittweise die Lebensdauer deines Helms verkürzen.

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Polster des Fahrradhelms von Hand waschen

Vorher solltes du allerdings die Polster entfernen, um diese separat zu waschen. Gerade wenn du öfter und länger mit dem Rad unterwegs bist, sammeln sich in den Polstern allerlei Schmutzpartikel die von deiner Haut mit dem Schweiß in die Polster gelangen. Mit dabei sind Staubpartikel, sowie Talg, kleine Mikroorganismen und natürlich Schweiß. Zwar sind deine Polster anti-allergisch und geben Mikroben keine angenehme Lebensumgebung, aber Staub, Salz, Fett und Co lagern sich im Polster ab. Deine Kopfhaut wird dir eine gelegentliche Wäsche danken!

Wichtig: Die Polster solltest du nur von Hand waschen. Packst du deine Helmpolster in die Waschmaschine siehst du sie wahrscheinlich nie wieder. Mach es stattdessen so: Lass etwas warmes Wasser in das Waschbecken laufen und nimm einfach ein wenig von dem Waschmittel, wie du es für deine normale Wäsche verwendest. Alternativ oder zusätzlich kannst du spezielle Hygienereiniger verwenden. Diese haben zusätzlich anti-bakterielle Wirkung. Jetzt die Polster vorsichtig Waschen und immer wieder leicht ausdrücken. Abschließend solltest du die Helmpolster gründlich ausspülen mit klarem Wasser. So entfernst du noch Reste des Laugenwassers, welches sonst in den Polstern verbleiben würde und später beim Tragen zu Irritationen auf der Haut führen könnte.

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